RAMPIG
 
 
 
 
 

Habe nun..

Ach fuck!


Fr. 16.07.10 20:00 Uhr AUSVERKAUFT!

Sa. 17.07.10 20:00 Uhr AUSVERKAUFT!

So. 18.07.10 20:00 Uhr AUSVERKAUFT!

Do. 22.07.10 21:00 Uhr AUSVERKAUFT!

Fr. 23.07.10 11:00, 21:00 Uhr AUSVERKAUFT!

Sa. 24.07.10 18:00 Uhr AUSVERKAUFT!


Karten 4€ / 8€: 06221-602926 oder karten@rampig.de


FAUST VOL.1, frei nach Johann Wolfgang Goethes Tragödie „Faust“, ist die neue Inszenierung der Theatergruppe RAMPIG Haus der Jugend. 25 junge Darsteller und Künstler unterschiedlicher Nationalitäten nutzen in experimenteller Art den Bühnenraum, um sich mit der Geschichte des Erkenntnissuchenden Heinrich Faust auseinanderzusetzen und gleichzeitig die Konstrukte der Kultur und des Theaters kritisch zu analysieren.


TRASH, KITSCH und BILDERFLASH bestimmen den Stil und die Stimmung des Stücks. Der literarische Text wurde nicht nur tiefgehend untersucht. Seine Tauglichkeit in der Gegenwart wurde unbedacht seiner Bedeutungsschwere in Frage gestellt, neu geordnet, durch zeitgenössische Texte ersetzt. Das Stück besteht aus Rauminstallation, Videoperformance, Performance, Spiel und Improvisation. Die tradierten Grenzen einer Theateraufführung werden dadurch aufgehoben: den Zuschauer erwartet eine avangarde Kunstaktion, die aus FAUSTSPIEL, FAUSTSHOP und den FAUSTORTEN besteht.


In einem zugleich aggressiven wie poetischen FAUSTSPIEL stehen zwei Figuren im Zentrum: FAUST und GRETA. FAUST, der gerade 23 geworden ist, sucht nach einem Ziel in seinem Leben. Er will die Welt verändern, ist aber handlungsunfähig.  Faust schwankt zwischen dem Opportunismus des bequemen Lebens und Revolution gegen die bestehenden Gesellschaftsstrukturen. Seine Tragödie beruht auf der von Anfang an zum Scheitern verurteilten Erkenntnissuche nach dem Sinn des Lebens.


GRETA dagegen formuliert den Sinn des Lebens in klaren Worten einer 18jährigen- sie möchte glücklich sein. Sie ist schön, sexy und schlau. Greta gestaltet ihr Leben alleine und unbedarft.

Beide sind ein lebendiger Beweis dessen, dass die Erkenntnissuche keine Frage des Alters ist. Sie formulieren die Existenzängste der heutigen Generation. Sie stehen exemplarisch für Zustandbeschreibung einer unglücklichen Jugend ohne Revolution und ohne Ziele.


Das FAUSTSPIEL bedient sich einerseits des schonungslosen psychologischen Schauspiels, andererseits der kühnen Performance. Die Darsteller wechseln permanent zwischen der literarisch konstruierten Figur und ihrer eigenen Persönlichkeit.


Goethes Faust gilt als das bedeutendste und meistzitierte Werk der deutschen Literatur. Ausgehend von der Geschichte der Faust-Theaterinszenierungen und Faust-Rezeption in der bildenden Kunst, die erschlagend umfassend ist, beruht diese Inszenierung auf der Spannung zwischen der Verwertung des bekannten Materials, seiner Neueinordnung und der inhaltlicher Auseinandersetzung. Die Überspitzung dieses Vorgangs mündet in einem FAUSTSHOP, der ähnlich einem Souvenirladen die Hochkultur in einen kitschigen Popzirkus verwandelt.


Jeder der FAUSTORTE erinnert an ein gemütliches Zimmer der 1960er Jahre. Das Publikum, das gleichzeitig Theaterzuschauer und Kunstbetrachter ist, wird dazu eingeladen an den FAUSTORTEN Platz zu nehmen und diese als Studienort zu nutzen. Ausgestattet mit mannigfaltigen Mitteln der Recherche wie Bücher, Ton- und Filmmaterial sowie Internet, verleihen die FAUSTORTE den Zuschauern eine ungewöhnliche Rolle. Sie laden zum Anschauen ein und fordern zur eigenen Recherche und Partizipation auf. Jedem der Zuschauer mit seinem bereits vorhandenen oder während der Aufführung neu erworbenen Wissen ermöglicht dies einen individuellen Zugang und eine eigene Interpretation der Theateraufführung. Die FAUSTORTE sind in diesem Sinne Zuschauer- und Bühnenraum zugleich.

 

Freitag, 18. Juni 2010

FAUST VOL.1
 
 
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