Viktoria Naryschkin

Ich kann mich nicht mal daran erinnern, wie ich zum Schauspielern kam. Jemand erzählte mir vom Casting und ich dachte: ja warum nicht meine Güte kann man ja mal ausprobieren. Anfangs war ich neugierig konnte mich aber nicht öffnen. Ich brauche immer ein bisschen Zeit, um Menschen zu vertrauen und ich selbst zu sein. Aber mit der Zeit lernten wir uns besser kennen und merkten, dass wir uns fast alle richtig gut verstehen. Wir unterstützen uns gegenseitig und lachen viel. Natürlich ist der Zeitraum, in dem ein neues Stück entsteht anstrengend, nerven-aufreibend, ermüdend und strapaziös. Aber er ist auch lustig, interessant, außergewöhnlich, spannend und lehrreich. Die Momente auf der Bühne sind unvergleichbar. Für solche Momente lohnt es sich, sich immer wieder zusammenzusitzen und etwas Neues zu erarbeiten. Besonderes die letzte Szene, in der man so ausgelassen und glücklich ist, weil alles so war wie man es sich vorgestellt hat, lässt einen die kräftezehrenden Proben vergessen.

Bei der Produktion von Antigone war ich nicht dabei und in der Zeit merkte ich, wie sehr mir die Gruppe fehlt. Ich bin froh wieder dabei zu sein.


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